Hi, ich bin Tomi und arbeite seit vielen Jahren als Surflehrer bei der Moana Surf School.
Ich werde einige wichtige Tipps mit dir teilen, die dir helfen, einen reibungslosen und schnellen Take-off beim Surfen zu meistern. Der Take-off ist eine der wichtigsten Fähigkeiten beim Surfen — er gibt den Ton für deinen gesamten Ritt an. Das Üben an Land ist definitiv einfacher als im Wasser, aber mit konsequentem Training und der richtigen Technik wirst du auf jeder Welle mühelos aufstehen.

Die Schritte zum perfekten Take-off
1. Finde dein Gleichgewicht auf dem Board
Wenn du eine Welle anpaddelst, achte darauf, dass deine Zehen das hintere Ende des Surfbretts berühren. Die Positionierung ist entscheidend — wenn du zu weit vorne liegst, kann die Spitze eintauchen (Nose Dive), während du zu weit hinten die Welle schwerer erwischst. Das perfekte Gleichgewicht hilft dir, geschmeidig aufzustehen und voller Vertrauen zu surfen.
2. Paddeln

Beginne zu paddeln, sobald sich die Welle von hinten nähert. Konzentriere dich auf gleichmäßige, abwechselnde Züge und behalte eine stetige und rhythmische Bewegung bei. Halte deine Finger eng zusammen, wie eine Schaufel, um die Effizienz und Kraft bei jedem Zug zu maximieren.
3. Schaffe den Take-off mit perfekter Balance
Sobald die Welle dich nach vorne schiebt, platziere deine Hände fest auf dem Surfbrett. Verteile dein Gewicht gleichmäßig — 50 % auf jeder Hand — um die Stabilität zu wahren. Positioniere deine Hände direkt unter deinen Schultern für optimale Kontrolle.
Stell dir ein Kreuz oder einen Zielpunkt zwischen deinen Händen vor — genau dort soll dein vorderer Fuß beim Pop-up landen. Das Meistern dieser präzisen Bewegung ist der Schlüssel zu einem reibungslosen und kontrollierten Take-off.

4. Schaffe Platz für den perfekten Pop-up
Drücke deine Brust weit nach oben, während du dich auf den Pop-up vorbereitest. Diese Bewegung schafft mehr Platz, damit dein vorderes Bein und dein Fuß reibungslos nach vorne kommen können, was dir hilft, in der richtigen Position für einen stabilen Ritt zu landen.
5. Zehen ans Ende
Wenn du auf deinem Board liegst, achte darauf, dass deine Zehen am hinteren Ende des Surfbretts sind. Diese Position hilft dir, das richtige Gleichgewicht zu halten und verhindert, dass die Spitze beim Anpaddeln der Welle eintaucht.

6. Hinterer Fuß zuerst
Bringe zuerst deinen hinteren Fuß nach vorne und setze ihn seitlich auf. Dies bildet die stabile Basis für deinen Stand. Lass deine Hände auf dem Board und verteile das Gewicht 50/50, um während des Pop-ups im Gleichgewicht und unter Kontrolle zu bleiben.

7. Vorderer Fuß nach vorn
Bringe deinen vorderen Fuß nach vorne und achte darauf, dass er zwischen deinen Händen landet. Dies sorgt für einen ausbalancierten und kontrollierten Stand. Versuche, nicht zu sehr nach unten zu schauen — blicke stattdessen nach vorne. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, wenn man gerade lernt, aber mit etwas Übung wird es zur Routine.

8. Stehe stabil, bleib im Gleichgewicht und genieße den Ritt
Sobald du stehst, halte deine Beine gebeugt und bewahre einen niedrigen Schwerpunkt für die beste Balance. Deine Hände nach außen zu halten, hilft dir, stabil und zentriert zu bleiben. Wenn du das Gleichgewicht gefunden hast — genieße einfach den Ritt und vergiss nicht zu lächeln!

… Und denk dran…
Halte deine Knie gebeugt, bewahre einen niedrigen Schwerpunkt, versuche nach vorne zu schauen und am wichtigsten — LÄCHLE! 🙂 Beim Surfen geht es vor allem darum, Spaß zu haben und den Ritt zu genießen.

Keep your knees bent, maintain a low centre of gravity, try to look forward!Jennys erste Welle
Einer der lohnendsten Momente als Lehrer ist es, zu sehen, wie jemand seine Angst überwindet und seine erste Welle erwischt. Jenny kam vor Kurzem zu uns — sie hatte Angst vor den Wellen und kaum Vertrauen, dass sie auf dem Surfbrett aufstehen könnte. Aber sie wollte es versuchen.
„Sie hat ihre Angst überwunden und es geschafft, ihre erste Welle zu erwischen, aufzustehen und den ganzen Weg von draußen bis zum Strand zu surfen. Dieser Moment gab ihr neue Kraft — mental und physisch — um weitere Wellen zu nehmen und neue Herausforderungen im Leben anzugehen. Man könnte die Surfstunde in vielerlei Hinsicht als eine Art Therapie bezeichnen.“
— Tomi, Surflehrer bei der Moana Surf School
Das Ziel zu erreichen, aufzustehen und eine Welle zu surfen, gab Jenny ein neues Selbstvertrauen, das weit über den Ozean hinausging. Genau das bewirkt Surfen. Es lehrt dich, dass Angst nur der Anfang ist — und dass es die Welle immer wert ist, erwischt zu werden.
Der Take-off braucht Zeit und Übung. Sei geduldig mit dir selbst. Jeder Surfer, den du heute souverän auf den Wellen siehst, war einmal genau dort, wo du jetzt bist — im Sand stehend, den Pop-up übend und sich fragend, ob er es jemals schaffen würde. Sie haben es geschafft. Und du wirst es auch.

Bereit, deine erste Welle zu erwischen?
Buche eine Surfstunde mit Tomi und dem Team der Moana Surf School — Guincho Beach, Cascais.


